Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Im Akutfall & Erste Schritte
1. Was muss man im Todesfall zu Hause als Erstes tun?
Verständigen Sie als Erstes die Hausarztpraxis bzw. den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Der Arzt stellt nach der Leichenschau die offiziellen Todesbescheinigung aus. Informieren Sie anschließend Neuner Bestattungen, damit wir die weiteren Schritte und die Überführung besprechen können.
2. Wie lange hat man Zeit, um einen Bestatter zu beauftragen?
Rufen Sie uns am besten so früh wie möglich an, idealerweise schon vor dem Eintreffen des Arztes. Wenn sich ein Sterbefall abzeichnet, können Sie sich gerne bereits im Vorfeld melden: Wir nehmen Ihre Daten auf und besprechen in Ruhe die ersten Schritte.
3. Welche Dokumente werden im Sterbefall sofort benötigt?
Wichtig sind der Personalausweis des Verstorbenen, die Geburtsurkunde (bei Ledigen), die Heiratsurkunde bzw. das Stammbuch (bei Verheirateten) sowie ggf. das Scheidungsurteil oder die Sterbeurkunde des Ehepartners. Auch die Todesbescheinigung vom Arzt wird benötigt.
4. Was passiert, wenn der Tod im Krankenhaus oder Pflegeheim eintritt?
In diesem Fall veranlasst das Personal der Einrichtung die Leichenschau durch den Arzt. Die Angehörigen werden umgehend benachrichtigt und können anschließend direkt mit Neuner Bestattungen Kontakt aufnehmen, um die Abholung und Abschiednahme zu koordinieren.
5. Was bedeutet es, wenn die verstorbene Person von der Polizei sichergestellt wird?
Tritt der Tod mit unklarer oder unnatürlicher Ursache ein, schaltet der Arzt routinemäßig die Polizei ein und die verstorbene Person wird formal durch die Staatsanwaltschaft sichergestellt. Die Erstüberführung (die Abholung vom Sterbeort) erfolgt in diesem Fall durch ein von der Polizei beauftragtes Unternehmen. Wichtig für Sie: Eine Abschiednahme oder Trauerfeier ist erst möglich, wenn die verstorbene Person durch die Behörden freigegeben wurde. Für die gesamte weitere Abwicklung, die Gestaltung der Trauerfeier und die Beisetzung können Sie Ihr Bestattungsunternehmen frei wählen – Sie sind nicht an das Unternehmen der Erstüberführung gebunden. Wir von Neuner Bestattungen kümmern uns verlässlich um die Besorgung aller erforderlichen Freigabepapiere.
Bestattungskosten & Transparenz
6. Wie viel kostet eine Bestattung im Durchschnitt?
Die Gesamtkosten variieren stark nach Bestattungsart, Beisetzungsort und individuellen Wünschen. Sie setzen sich aus den Bestatterleistungen, den kommunalen/kirchlichen Friedhofsgebühren sowie Fremdleistungen (z. B. Floristik, Zeitungsanzeigen) zusammen. Wir erstellen Ihnen gerne vorab einen transparenten Kostenvoranschlag.
7. Wer muss für die Bestattungskosten aufkommen?
Gesetzlich verpflichtet sind primär die Erben. Gibt es keine Erben oder schlagen diese das Erbe aus, greift die gesetzliche Unterhaltspflicht der nächsten Angehörigen (Ehepartner, Kinder, Eltern, Geschwister).
8. Was kostet eine Feuerbestattung im Vergleich zur Erdbestattung?
In der Regel ist eine Feuerbestattung im Gesamtergebnis günstiger, da geringere Friedhofs- und Grabnutzungsgebühren anfallen und die Grabpflege meist überschaubarer ist. Die reinen Bestatterleistungen unterscheiden sich jedoch nur geringfügig.
9. Welche Kosten entstehen zusätzlich durch die Gemeinde bzw. Kirche?
Die Friedhofsträger (also abhängig vom Friedhof Gemeinde oder Kirche) erheben Gebühren für das Nutzungsrecht an der Grabstätte und die Nutzung der Aussegnungshalle. Da diese Gebühren in den jeweiligen Friedhofssatzungen der Gemeinden und Kirchengemeinden individuell geregelt sind, variieren sie je nach Beisetzungsort. Wir haben die Gebührensatzungen für die Friedhöfe der Region in der Regel vorliegen.
10. Was passiert, wenn Angehörige die Bestattung nicht bezahlen können?
Wenn die Angehörigen finanziell nicht in der Lage sind, die Bestattungskosten zu tragen, kann beim zuständigen Sozialamt ein Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten (Sozialbestattung) gestellt werden.
Bestattungsarten & Regionale Gegebenheiten
11. Wo sind Baumbestattungen in der Fränkischen Schweiz möglich?
Baumbestattungen sind in der Region möglich im FriedWald Fränkische Schweiz in Ebermannstadt, in der Friedleite Hundshaupten sowie im Urnenwald Mengersdorf. Manche Friedhöfe bieten pflegearme bzw. naturnahe Bestattungsmöglichkeiten. Wir informieren Sie gerne über die unterschiedlichen Möglichkeiten.
12. Kann eine Urne in ein bestehendes Familiengrab eingesetzt werden?
Ja, eine Urnenbeisetzung in einem bestehenden Familiengrab ist möglich, sofern die Grabbelegung dies zulässt.
13. Wie läuft eine Baumbestattung ab?
Nach der Einäscherung wird die biologisch abbaubare Urne im Wurzelbereich eines ausgewählten Baumes beigesetzt. Die Trauerfeier kann direkt am Baum oder in der Andachtsstätte des Bestattungswaldes stattfinden. Eine Grabpflege entfällt komplett.
14. Ist eine Anonyme Bestattung möglich?
Ja, das ist grundsätzlich möglich. Es gibt sowohl die Option für anonyme Urnenbestattungen als auch für anonyme Erdbestattungen, allerdings jeweils nur auf bestimmten Friedhöfen der Region. Alternativ werden vielerorts auch teilanonyme Grabformen (z. B. Rasengräber mit Namensnennung) angeboten. Wir informieren Sie im persönlichen Gespräch gerne darüber, auf welchen Friedhöfen eine anonyme Beisetzung möglich ist.
15. Darf man die Urne mit nach Hause nehmen?
Nein, in Deutschland (und speziell in Bayern) gilt der gesetzliche Friedhofszwang. Urnen müssen auf einem offiziell genehmigten Friedhof oder in einem Bestattungswald beigesetzt werden.
Bestattungsvorsorge & Absicherung
16. Warum ist eine Bestattungsvorsorge sinnvoll und was kostet die Beratung?
Mit einer Vorsorge entlasten Sie Ihre Angehörigen im Trauerfall organisatorisch sowie finanziell und sichern Ihre eigenen Wünsche verbindlich ab. Das Erstgespräch bei Neuner Bestattungen ist für Sie vollkommen kostenfrei und unverbindlich.
17. Ist das Geld auf einem Treuhandkonto vor dem Sozialamt geschützt?
Ja. Einzahlungen auf ein zweckgebundenes Treuhandkonto gelten im Rahmen einer angemessenen Vorsorge als Schonvermögen und sind vor dem Zugriff des Sozialamts bei Pflegebedürftigkeit geschützt. Wir bieten Ihnen die Absicherung über ein solches Treuhandkonto direkt an und übernehmen die vollständige Organisation und Abwicklung für Sie.
18. Was ist der Unterschied zwischen Treuhandkonto und Sterbegeldversicherung?
Beim Treuhandkonto wird ein gelderliches Guthaben einmalig oder in Teilbeträgen zweckgebunden eingezahlt. Eine Sterbegeldversicherung ist eine klassische Versicherung mit laufenden monatlichen Beiträgen, die im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme auszahlt. Anders als bei vielen Versicherungen gibt es beim Treuhandkonto kein Höchstalter beim Abschluss und keine vertraglichen Wartezeiten, das eingezahlte Geld steht zur Verfügung. Eine Sterbegeldversicherung hingegen ist eine klassische Versicherung mit laufenden monatlichen Beiträgen (oder Einmalzahlung), bei der oft Wartezeiten gelten, bis die volle Versicherungssumme ausgezahlt wird. Wir bieten Ihnen die Absicherung über das Treuhandkonto an und organisieren die Einrichtung komplett für Sie.